Lektorat und Korrektorat – Was ist der Unterschied

Ich lasse bei meinem Text ein Lektorat machen, dann sind alle Fehler raus – eine Aussage, die ich öfter mal lese und die so leider nicht stimmt. Deswegen erkläre ich euch heute kurz und knapp war der Unterschied zwischen einem Lektorat und einem Korrektorat ist.

Die unterschiedlichen Lektorate

Das Inhaltslektorat, in dem nach dem roten Faden geschaut wird, ob die Charaktere nachvollziehbar handeln oder die Welt in sich stimmig ist.

Beim Stillektorat wird auf die Formulierungen geschaut. Fangen zehn Sätze hintereinander mit Dann an? Werden auffällig viele Füllwörter benutzt, die in dem Moment kein Stilmittel für einen Charakter sind? Außerdem hat jeder von uns Schreibenden bestimmte Lieblingsworte oder Phrasen, die wir immer gerne benutzen (habe ich dich ertappt?). Auch das wird angemerkt.

Aber verändert das nicht meinen Text?

Ein Lektor/eine Lektorin wird euren Text nicht einfach verändern. Sie werden Anmerkungen und Vorschläge machen, was auffällig ist, aber nicht einfach euer Skript umschreiben. Was ihr damit anfangt, bleibt euch überlassen. Ihr könnt einen Vorschlag annehmen, anpassen oder auch ignorieren. Außer es wurde etwas anderes im Vorfeld besprochen. Generell ist es wichtig, vorher zu besprechen, was ihr euch wünscht, und denkt bitte daran: Es geht bei einem Lektorat nicht darum, euren Text schlechtzureden, sondern das Beste aus ihm herauszuholen.

Meine Reaktion, wenn ich ein Lektorat zurückbekomme, ist meist: Datei öffnen, kurz durchscrollen, schließen und dann einen Tag warten, bevor ich mir die Anmerkungen genau anschaue. 😉

Das Korrektorat kommt ganz zum Schluss

Beim Korrektorat geht es um die Rechtschreibung und Grammatik. Es sollte immer nach dem Lektorat oder wenn am Text nichts mehr verändert wird, stattfinden.

Beitragsbild: tjerwin/unsplash