Autorenleben

Lernkurve

Hallo zusammen an diesem verschneiten Wochenende,

ein inzwischen leider verstorbener Autor sagte einmal zu meiner Schreibgruppe, dass wir alle 100.000 Wörter einen Fortschritt machen. Also zwei NaNoWriMos. Daraus schloss ich für mich, dass ich nur ausreichend schreiben müsste und ich würde mich dann schon allein verbessern.

Für mich hat sich das auch bewahrheitet. Ich habe bisher keine Schreibratgeber gelesen, aber ich habe mir Reviews immer sehr zu Herzen genommen und versucht aus ihnen zu lernen. Oder auch aus Feedback, das ich von anderen Seiten bekommen habe, solange es konstruktiv und begründet war.

Im Moment merke ich, dass ich sehr dazugelernt habe. Quasi ein Level Up bekommen habe. Ich verstehe besser, warum etwas nicht funktioniert. Ob ich es deswegen auch besser machen kann, hat damit erst einmal nichts zu tun. Wichtig ist für mich erst einmal, dass ich überhaupt das Problem sehe, um damit arbeiten zu können. Außerdem habe ich viel mit anderen Autor:innen besonders über Twitter gesprochen. Fragen gestellt und sehr viele Antworten bekommen. Oder ich habe selbst Antworten gegeben. So war eines meiner Probleme immer die Umgebungsbeschreibung. Ich wollte also wissen, wie viel Beschreibung denn wirklich nötig ist. Der Kern der meisten Antworten war: Es muss so viel sein, dass sich eine Atmosphäre aufbaut. Das hat mir sehr geholfen.

Ich habe jetzt auch begonnen mir Bilder herauszusuchen, die dem Ort ähnlich sehen, an dem meine Charaktere handeln und das hat mir sehr viel weitergeholfen. Ich frage mich: Was braucht es an Beschreibung um die Atmosphäre des Bildes einzufangen und was möchte ich darstellen. Es ist nicht, dass ich ich mir die Frage zuvor nicht auch schon gestellt hätte, aber eben nie mit einem oder mehreren passenden Bildern.

Das ist nur ein Teil von dem, was ich derzeit lerne und auch verstehe. Aber es zeigt mir auch, dass der Autor damals recht gehabt hat. Er hatte uns zwar nicht gesagt, dass wir keine Ratgeber lesen sollten, aber eben darauf hingewiesen, dass man dadurch allein nicht weiter kommt. Man muss die Übungen, wenn sie in dem Ratgeber enthalten sind, eben auch ausprobieren und nur durch das schlichte Tun, erkennt man auch die eigenen Schwächen. Sie zu erkennen ist für mich der erste Schritt, denn nur wenn ich sie kenne, kann ich auch daran arbeiten.

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